Server in der Schweiz reicht nicht – was der Cloud Act für Ihre KI bedeutet
Kaum ein Thema wird in der Schweizer IT gerade so intensiv diskutiert wie die digitale Souveränität. Kantone, Städte und Unternehmen fragen sich, wie abhängig sie von US-Hyperscalern geworden sind. Mit der KI bekommt die Debatte eine neue Dringlichkeit – denn KI-Systeme verarbeiten genau die Daten, die besonders schützenswert sind.
Der Speicherort ist nicht das Kriterium
Viele Anbieter werben mit Rechenzentren in der Schweiz oder in der EU. Das klingt beruhigend, greift aber zu kurz. Die Zürcher Datenschutzbeauftragte Dominika Blonski bringt es in einem Interview mit der Netzwoche auf den Punkt: Für den US Cloud Act ist der Speicherort irrelevant. Massgebend ist, wo der Anbieter und seine Muttergesellschaft ihren Sitz haben.
Der Cloud Act erlaubt US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen, Daten bei US-Anbietern herauszuverlangen – unabhängig davon, auf welchem Kontinent die Server stehen.
Wie gross ist das Risiko wirklich?
Fairerweise: Die Einschätzungen gehen auseinander. Die Anwaltskanzlei Bär & Karrer hält fest, dass bis April 2026 keine Fälle mit Kunden aus dem öffentlichen Sektor bekannt sind und solche Anfragen an rechtliche Hürden gebunden sind. Der Kanton Aargau bewertet das Zugriffsrisiko laut Blick als sehr gering.
Andere sehen das strenger. Die Konferenz der Schweizer Datenschutzbeauftragten privatim hat Ende 2025 Empfehlungen veröffentlicht, die den Einsatz internationaler Cloud-Dienste für sensible Behördendaten stark einschränken.
Für Sie als Verantwortliche ist die entscheidende Frage aber nicht, wie wahrscheinlich ein Zugriff ist. Sondern: Wollen Sie diese Abwägung überhaupt treffen müssen – bei jedem neuen Dienst, jeder Vertragsänderung, jeder politischen Wetterlage?
Souveränität durch Architektur statt durch Verträge
Verschlüsselung, Zusatzverträge und Datengrenzen sind Versuche, ein Grundproblem abzufedern. Eine private KI löst es an der Wurzel:
- On-Premise als Standard: Die Private KI von EuroOps läuft in Ihrer eigenen Infrastruktur. Eine gehostete Variante gibt es nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch.
- Air-gapped-fähig: Die KI funktioniert auch komplett ohne Internetverbindung. Wo keine Leitung nach aussen besteht, gibt es nichts herauszuverlangen.
- Keine Abhängigkeit von einem Hyperscaler: Kein Lizenzmodell, das sich über Nacht ändert, keine Funktion, die aus der Ferne abgeschaltet werden kann.
- Schweizer Partner: EuroOps ist die EUROOPS AG mit Sitz in Lachen SZ.
Mehr als ein Rechtsthema
Digitale Souveränität heisst auch Handlungsfähigkeit. Wer seine KI selbst betreibt, entscheidet selbst über Updates, Zugriffsrechte und Datenhaltung. Das schafft Vertrauen – bei Mitarbeitenden, bei Kunden und bei Bürgerinnen und Bürgern.
Fazit: Die Debatte um den Cloud Act wird so schnell nicht enden. Mit einer privaten KI müssen Sie sie aber nicht mehr führen.

